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TRADITION

Das Teilen von Brot ist ein alter Brauch, der vornehmlich aus dem Christentum stammt. Er steht sinnbildlich, für all das, was Jesus Christus im Namen Gottes verrichtete und dient als Erinnerung an das letzte Abendmahl.
Auch im Islam und im Judentum gibt es den Brauch vom Teilen des Brotes. Er dient als Ritual, welcher vom Ranghöchsten der Tafelrunde durchgeführt wird und soll Segen bringen und die Menschen als Gemeinschaft zusammenbringen.

Brotbrechen
Sinnbildlich steht das Teilen oder Brechen von Brot nicht für ein gewisses Mahl, sondern für das, was zwischen den Zeilen steht.

Das Teilen des Brotes in einer Runde, soll Gemeinschaft und Gastfreundschaft repräsentieren. Ein Gefühl von Wärme, Verbundenheit und Fürsorge entsteht. Außerdem steht es für die Hoffnung, all das Zerbrochene in uns Menschen und in jeder einzelnen Person wieder heilen und neu zusammensetzen zu können. Gleichzeitig ist es eine Einladung, uns unsere Herzen füreinander zu öffnen.

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TRADITION

Salz, jeder kennt es in unzähligen Varianten. Ob rosa, weiß oder schwarz, es bleibt Salz.
Dem Anschein nach ein ganz normales Gewürz. Jedoch nur scheinbar, denn Salz wird nicht umsonst auch „das weiße Gold“ genannt.
Früher extrem teuer, dann zum einlegen von Lebensmitteln genutzt. Salz war und ist noch immer ein sehr kostbares Gut dieser Erde.
Was wäre denn der Braten beim Familienessen oder der Kuchen zum Kaffee ohne Salz? Langweilig und geschmacklos!

Doch wo kommt das Salz eigentlich her?

Salzgewinnung

Wie fast alles auf dieser Welt hat sich auch die industrielle Salzgewinnung von einem harten Knochenjob zu einem Hightech-Prozess entwickelt. Trotzdem wird Natriumchlorid (Salz) bis heute noch immer aus dem Stein oder dem Meer gewonnen.

Im Folgenden nehmen wir alle Methoden der Salzgewinnung kurz unter die Lupe.

Salz aus dem Meer

Dass Meerwasser salzig ist, hat wohl schon fast ein jeder von uns mal am eigenen Laib erlebt. Kindheitserinnerungen: Gerade am Campingplatz oder Hotel angekommen und schon im Wasser. Ups. Beim Reinspringen Wasser ins Auge bekommen. Das brennt!
So ein Szenario oder ähnliche Erlebnisse kommen einem sicherlich bekannt vor, aber wie bekommen wir jetzt das Salz aus dem Wasser?
Die Antwort: Salzgärten.

Ein Salzgarten ist im Grunde nichts anderes als viele kleine Betonbecken, die vom Aussehen an Kinderpools erinnern, auf einer großen Fläche. In diese vielen kleinen Becken wird Meerwasser geleitet. Die Becken sind meist auf verschiedenen Ebenen angeordnet, um zu gewährleisten, dass sich Schlamm, Algen und Sand in den ersten Becken absetzen. Dieser Prozess wiederholt sich auf der Fläche der Becken immer wieder und säubert das Wasser. Nach dem Durchlaufen mehrerer Reinigungsbecken erreicht das Wasser seine finale Station. Dort wird nun das Salz gewonnen.

In den Auffangbecken wird das Wasser gestaut bis es komplett verdunstet ist und sich Salzkristalle gebildet haben. Die Arbeiter, sogenannte Salzgärtner, schieben die Kristalle zu Haufen zusammen, welche dann zu ganzen Salzbergen aufgeschüttet werden. Diese Salzberge werden anschließend zur Weiterverarbeitung in der Fabrik abgeholt.
In der Fabrik wird das Salz noch einmal final gereinigt, anschließend verpackt und ist bereit für den Handel.

AUSNAHME: Das von den meisten Meisterküchen so hoch geschätzte Fleur de Sel (Salzblume). Diese Salzkristalle werden von Hand abgeschöpft und ungereinigt verkauft.

Salz aus dem Berg

Um zu verstehen, warum Salz sich in unseren Bergen abgesetzt hat, blicken wir einmal viele Millionen Jahre zurück in die Zeit der Urmeere. Besser noch, in die Zeit, in der die Urmeere austrockneten.

Schon damals waren Meere salzhaltig. Nachdem das Wasser also ausgetrocknet war, blieb nur noch eine meterdicke Schicht des weißen Goldes zurück. Im Verlauf von mehreren Millionen Jahren wurde diese Salzschicht mit noch höheren Schichten von Ton und Sand bedeckt und verschwand schließlich darunter. Durch Erdverschiebungen und Klimaänderungen wurde die Salzschicht tief unter den Felsen vergraben.
Heute wird das Mineral wieder aus all diesen Schichten befreit, um bei uns auf dem Teller oder in der Suppe zu landen. Dies geschieht in Salzbergwerken.
Das Innenleben eines Salzbergwerkes besteht aus riesigen Hallen und Kilometer langen Gängen. In den Hallen werden die Wände gesprengt, um das Salz freizulegen. Die riesigen Brocken, die dabei entstehen, werden zerkleinert, gereinigt, gesiebt und schlussendlich gemahlen. Sind diese Schritte durchlaufen, kommt auch das Salz aus dem Berg in den Verkauf zum Händler.

EXKURS: Siedesalz. Diese Salz-Art wird ebenfalls aus dem Berg gewonnen, allerdings wird es aus salzhaltigen Quellen und Gestein gewonnen, welche von salzhaltigem Wasser durchlaufen werden. Die dadurch gewonnene Sole wird solange erhitzt bis lediglich die Salzkristalle übrig bleiben.

Sole

Sole existiert sowohl in natürlichen als auch künstlich aufgestockten Reservoirs.
Noch immer existieren natürliche Solereservoire, jedoch sind diese Solen meist zu dünn für eine wirtschaftlich rentable Salzgewinnung. Aus diesem Grund muss häufig durch eine künstliche Zugabe von Salz nachgeholfen werden.

Heute wird Sole von der Erdoberfläche über Steinsalzlagerstätten gewonnen. Diese Steinsalzlagerstätten werden angebohrt, dabei werden zwei vom Durchmesser verschiedene Rohre ineinander gesteckt. Bis zu 1000 Meter tief wird das Rohr in das Bohrloch eingeführt.
Durch den Zwischenraum der Beiden Rohre wird Süßwasser gepumpt, um das Steinsalz aufzulösen. Das aufgelöste Steinsalz (Sole) wird durch das innere Rohr nach oben gepumpt und ist zur Weiterverarbeitung bereit, um anschließend verkauft zu werden.

Sorten

Nachdem Du nun weißt wie Salz gewonnen wird, halten wir hier eine Liste verschiedener Salzarten bereit, damit auch immer das richtige Salz zuhause steht.

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TRADITION

Der Duft eines frisch gebackenen Brotes weckt bei jedem von uns meist angenehme und wohlige Gedanken. Für den einen ist es der frische Laib Brot vom Bäcker, welcher sofort von der ganzen Familie mit Butter und Salz verschlungen wurde. Andere erinnern sich an Land und Bauernhöfe. Und sicherlich verbindest auch DU ganz eigene Erinnerungen mit diesem vielleicht bodenständigsten aller Düfte.

Fakt ist, wir Deutschen essen Brot gerne und viel. Doch bei all den verschiedenen Brotsorten und Neuerfindungen von Brot gerät die Tradition vom Brotbacken immer mehr in Vergessenheit.
Deshalb schauen wir heute genauer hin: Wo hat das Brotbacken seinen Ursprung? Warum ist besonders in Deutschland die Vielfalt so groß?

Ursprung

In grauer Vorzeit wurden zunächst Emmer und Einkorn angebaut. Diese beiden Pflanzen waren sozusagen die Vorfahren des heutigen Weizens und wurden von den Ackerbauern roh gegessen.
Irgendwann kamen die Ackerbauern unserer Vorzeit auf die Idee, die Körner zu zerstoßen, einzuweichen und einen Brei draus anzurühren.
Lange Zeit gaben sich die Menschen nun mit diesem Körnerbrei zufrieden. Eines Tages jedoch passierte einem der Ackerbauern ein Missgeschick und er ließ einen Teil des Breies auf einen heißen Stein fallen.
Und siehe da: Der Brei trocknete und wurde zu einer Art Fladen.
Zwar war dieser nicht dick und auch nicht besonders fest, aber er war fest genug – und somit der perfekte Snack für unterwegs.

Brot, so wie wir es kennen, bekamen dann doch erst die alten Ägypter gebacken.
Vor ca. 6.000 Jahren, entwickelten die Ägypter die ersten Öfen und ließen die ersten Bäckereien entstehen.
Dank der Ägypter wissen wir auch, dass Brot besonders leicht und fluffig wird, wenn man den Teig „gehen“ lässt.
Das, was wir heute unter Gärung verstehen, ist im Grunde nichts anderes als der folgende Prozess: Winzig kleine Hefepilze und Milchsäurebakterien, welche natürlicherweise in der Luft vorkommen, vermehren sich im Teig und setzen dabei Kohlenstoffdioxid frei. Dieses Kohlenstoffdioxid sorgt für das Auflockern des Teiges und er nimmt an Volumen zu.
Dieser chemische Prozess ist somit auch Namensgeber für den heutigen Begriff „Brot“. Denn der althochdeutsche Begriff „prôt“ beschreibt Gegorenes und aus eben diesem gegorenen Teig kneteten die alten Ägypter schon damals mehrere verschiedene Brotsorten.

Sortenvielfalt

Wieder blicken wir in die Vergangenheit. Jedoch dieses Mal nicht ganz so weit.

Es geht in die Zeit der Römer, welche die ersten Drehmühlen entwickelten, die das Zermahlen der Körner vereinfachten. Die Römer mussten allerdings schnell feststellen, dass die Weizenart, welche sie versuchten anzubauen, im kühleren und nasseren Norden nicht besonders spross.
Da halfen die Großbäckereien, die im Römischen Reich entstanden, auch nicht viel. Eine neue Getreideart musste her: Roggen.
Zunächst hielten sie die Pflanze für unnötiges Unkraut, doch sie stellten bald fest, dass sich dieses „Unkraut“ sehr gut für die Brotherstellung eignete. Das Mehl dieser Pflanze färbte das Brot dunkler als jenes, das bisher produziert wurde. Außerdem widerstanden Roggenmehl und -brot dem rauen Klima der Alpen und das neu entdeckte Roggen ließ sich bis ins heutige Norddeutschland anbauen und ernten.

Seit dieser Zeit wurde also mit Roggenmehl, Weizenmehl oder gar aus einer Mischung der beiden Sorten, gebacken. Brot wurde zum Grundnahrungsmittel und wurde praktisch zu jeder Mahl- und Tageszeit gegessen. So blieb es nicht aus, dass viele Menschen sich ausprobierten und viele neue Rezepte entstanden, die Brot von Ort zu Ort anders schmecken ließen.
Jedoch gab es noch einen weiteren Grund für die Vielfalt von Brot: 
Wir schauen auf Deutschland, das im späten Mittelalter aus vielen kleinen unabhängigen Städten und Herzogtümern bestand. Innerhalb dieser Grenzen entwickelten sich nicht nur eigene Dialekte, Sitten und Gebräuche sondern eben auch verschiedene Brotarten.

Egal ob Stadt oder Land, die Zutaten wurden von den umliegenden Bauern geliefert und die Rezepte von Generation zu Generation weitergereicht. So fanden Gemeindeveranstaltungen statt, bei denen das Brotbacken essentiell war und im Mittelpunkt des Interesses stand. Und die Backhäuser erfüllten einen wichtigen Zweck: Da beim Backen von Brot Feuergefahr bestand, wurden fast alle Brote der Stadt im zentralen Dorfofen gebacken, welcher stets überwacht wurde. Die Backhäuser wurden dadurch zu Treffpunkten und zum Dreh- und Angelpunkt des Dorflebens.

Heute

Nach all den Jahren hat sich das Brot mehr als bewährt und zählt heute zu den essentiellen Grundnahrungsmitteln, die wir täglich konsumieren. Vor allem durch das gestiegene Gesundheits- und Umweltbewusstsein der Menschen sind Interesse und Nachfrage an nachhaltigen Produkten, unter anderem eben auch an traditionell gebackenem Brot und gesunden Brotsorten, stark gestiegen.

Damit du, egal ob mit oder ohne Butter, stets Brot zuhause hast, hier die gängigsten Varianten:

Weizenbrot – besteht mindestens zu 90 Prozent aus Weizenmehl, was für einen milden Geschmack sorgt.
› Weizenbrote sind: Weißbrot, Baguette und Ciabatta.

Weizenmischbrot – 51 bis 89 Prozent Weizenmehl, ist kräftiger im Geschmack als Weizenbrot.
› Weizenmischbrote sind: z.B.: Hamburger Feinbrot und Kasseler.

Roggenbrot – mindestens 90 Prozent Roggenmehl.
› Hat einen kräftigen, oft leicht säuerlichen Geschmack.

Roggenmischbrot – 51 bis 89 Prozent Roggenmehl. Je höher der Roggen-Anteil, umso kräftiger ist der Geschmack.
› Roggenmischbrote sind: Mecklenburger Landbrot und Paderborner Brot.

Vollkornbrot – mindestens 90 Prozent Roggen- oder Weizenvollkornmehl (oder eine Mischung aus beiden Mehlen).
› Vollkornmehl enthält alle Bestandteile des Korns, entweder fein gemahlen, als Schrot oder als Ganzes Korn.

Weil der Duft von frisch gebackenem Brot in der Luft fast jeden mit Freude erfüllt und ein gutes Brot aus nur sehr wenigen Grundzutaten besteht, stellen wir euch hier noch ein Rezept zum Selberbacken zur Verfügung:
 
 
Bauernbrot – Rezept


Zutaten:
500 g Weizenmehl
500 g Roggen-Vollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 Päckchen Sauerteig-Extrakt (Pulver)
1 EL Salz
750 ml lauwarmes Wasser
150 g Sonnenblumen- und Kürbiskerne
etwas Mehl zum Kneten des Teiges
 
Zubereitungszeit:
30 Min
 
Ruhezeit:
180 Min
 
Backzeit:
45 Min
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TRADITION

Was schenke ich zur Hochzeit?

Rund ums Heiraten gibt es viele Traditionen. Manche davon sind uns wichtiger als andere und viele geraten mehr und mehr in Vergessenheit. So auch der Brauch, Brot und Salz zur Hochzeit zu schenken.

Tradition

Bereits in der Bibel wurde der Begriff der „Salzbündnisse“ verwendet.
Salzbündnisse sind Bündnisse, welche darauf hoffen lassen, dass sie für immer halten mögen. Da wir in der Regel genau diese Vorstellung auch auf die Ehe übertragen, etablierte sich der Brauch, Brot und Salz zur Hochzeit zu überreichen.

Wie bereits in dem Beitrag „Brot & Salz, Gott erhalts!“ (Das schenken von Brot & Salz) beschrieben, sind Brot und Salz Symbole für Güte, Gastfreundschaft, Wohlstand und die Zusammengehörigkeit zwischen Menschen.

Brot: Das Lebensnotwendige
Salz: Die Würze und die Bewahrung des Lebens

Der Hochzeitsbrauch der Gabe von Brot und Salz hat allerdings noch einen weiteren Hintergrund, welcher bereits in der Antike begründet ist.
Genauer gesagt, durch die Muttergöttin Demeter aus der griechischen Mythologie. Sie war Göttin des Ackerbaus und des Getreides, aber auch die Göttin der Fruchtbarkeit. Sie symbolisiert nicht nur den Wunsch, niemals Hunger leiden zu müssen, sondern auch die Sehnsucht nach einer eigenen Familie.
Um dem Brautpaar nicht nur Wortlos die Gaben zu überreichen, hier ein großartiger Hochzeitsspruch:

Mein liebes Hochzeitspaar

Mein liebes Hochzeitspaar!

Nicht mit Geschenken von Glanz und hohem Geldeswert

komm ich Euch heute zu Bedenken,

das haben andre schon beschert.

Was ich Euch darzubringen habe,

gering im Preis, doch ein Symbol,

ist unsre alte Vätergabe

ist Brot und Salz

das Glück ist’s wohl

denn Brot und Salz muß sein im Leben

wo Brot und Salz stets ist im Haus

da kann es keine Nöte geben,

da geht die Freude ein und aus.

Das Brot ist aller Kräfte Samen,

es ist der Erde höchstes Gut

nehmt hier mit dieses Sinnbilds Namen

das Leben selbst in Eure Hut.

Das Salz hingegen soll Euch zeigen,

daß Freude erst dann wirksam ist,

wenn man im bunten Lebensreigen

die richt’ge Würze nicht vergißt.

So liegt in diesen zwei Symbolen,

im Brot und Salz das Lebensbild

aus dem wir unsre Kräfte holen,

aus dem die Harmonie stets quillt.

So nehmt denn Brot und Salz entgegen

und haltet heilig dieses Pfand,

dann blüht auf allen Euren Wegen

ein sorgenloser Ehestand.

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TRADITION
Das Geschenk.
Neue Wohnung, neues Haus, neuer Partner oder auch ein neuer Job, das bedeutet bei vielen: Umzug. Nachdem in der neuen Bleibe alles seinen rechtmäßigen Platz gefunden hat, werden Helfer, Freunde und Nachbarn geladen („Yeayy Einweihungsparty“) und einer der Gäste, hat es bestimmt dabei: Brot und Salz.  
Doch worüber genau sollten wir uns bei diesem Geschenk eigentlich freuen?

Zum Einzug
Die Tradition der Schenkung von Brot und Salz stammt aus dem Mittelalter. Damals war Salz so wertvoll wie Gold und Brot das wichtigste Lebensmittel in jedem Haushalt; denn wer Brot hatte, war nicht nur satt, sondern auch glücklich.
Die beiden Lebensmittel waren nicht nur lebensnotwendig sondern standen auch stets unangemeldeten Besuchern zur Stärkung zur Verfügung.

Das Überreichen von Brot und Salz ist in jedem Fall als guter Wunsch für das Wohlergehen zu verstehen.
Denn die Gabe von Brot und Salz steht für Sesshaftigkeit, Wohlstand und Gemeinschaft im Sinne des Beschenkten. Außerdem sollen die beiden Lebensmittel Schutz vor bösen Zaubern, Verwünschungen und dem Teufel selbst spenden. So steht dieses traditionelle Geschenk heute für eine positive Zukunft im neuen Heim.


Ich wollt da noch was sagen… – Die 10 schönsten Sprüche zum Einzug
Traditionell werden die beiden Gaben meist mit einem Spruch zusammen überreicht. Falls euch keine einfallen sollten, haben wir hier einige für euch zusammengestellt. 

 

  1. Zum neuen Heime wünschen wir,
    dass ihr glücklich und zufrieden seid.
    Zu eurem Einzug haben hier
    zwei Gaben wir bereit:
    Das Brot, es gehe niemals aus,
    und Salz, das würze jeden Schmaus,
    solange ihr hier weilt
    und euer Brot mit guten Freunden teilt.
    Solange ihr habt Salz und Brot
    bleibt ferne von euch alle Not.
    Friedrich Rückert
  2. Wo das Glück einmal einkehrt, da greift es leicht um sich.
    Gottfried Keller

  3. Heimat ist ein Name, ein Wort, aber ein gewaltiges, stärker als jeder Zauberspruch, den je ein Magier ausgesprochen.
    Charles Dickens

  4. Raum ist in der kleinsten Hütte, für ein glücklich liebend Paar.
    Friedrich Schiller

  5. Eig’ner Herd Ist Goldes wert, Ist er auch arm, macht er doch warm.
    Johann Nepomuk Vogl

  6. Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.
    Meister Eckhart

  7. Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus.
    Deutsches Sprichwort

  8. Wenn Du wissen willst, was Dein Nachbar von Dir denkt, so fange Streit mit ihm an.
    Afrikanisches Sprichwort

  9. Ein Willkommen und freundliche Worte mangeln niemals in dem Hause eines guten Menschen.
    Indisches Sprichwort

  10. Brech der lustige Sonnenschein
    mit der Tür euch ins Haus hinein,
    sass alle Stuben so frühlingshelle;
    ein Engel auf des Hauses Schwelle
    mit seinem Glanze säume
    Hof, Garten, Feld und Bäume
    und geht die Sonne abends aus,
    führ er die Müden mild nach Haus.
    Joseph von Eichendorff




 

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TRADITION

Das Schenken und Teilen von Brot und Salz, ist seit jeher in vielen Kulturkreisen ein symbolträchtiger Brauch. Die sinnbildliche Bedeutung dieser beiden Grundnahrungsmittel ist, dass es dem Empfänger dieser Gaben wohl ergehen und an Nichts mangeln soll. Außerdem gelten Brot und Salz als Zeichen der Zusammengehörigkeit zwischen Menschen oder als Symbol der Güte und Gastfreundschaft.

Historisch betrachtet ist Brot seit Menschengedenken nicht nur ein einfaches Nahrungsmittel sondern wurde vor allem als Energie- und Kraftspender angesehen und geschätzt. Schon im antiken Griechenland ging man davon aus, dass die Erdmutter selbst die Menschen das Backen von Brot gelehrt hat. Auch Salz fungierte nicht immer nur als Gewürz sondern hatte eine weitaus bedeutendere Funktion. So wurde Salz vor allem wegen seiner konservierenden und vor Verwesung schützenden Wirkung geschätzt. Außerdem galt Salz lange Zeit als kostbares Gut, welches vergleichbar mit heutigen Kostbarkeiten wie Edelsteinen gehandelt wurde. Zusammengenommen galten Brot und Salz als Mittel zur Abwehr von bösen Einflüssen wie Geistern, Hexen oder sogar dem Teufel selbst.

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